von Imke und Dr. Thomas Kriens
Die Anreise erfolgte getrennt bei durchwachsenem Wetter. Einige besuchten schon vorher Städte wie Görlitz, andere fuhren Mittwoch frühmorgens los, um gegen Nachmittag im Schloss Wernersdorf einzutreffen. Alle konnten von den Wegelagerern mit Fotoapparat berichten, die sich gut versteckt an den Autobahnen der neuen Bundesländer positioniert hatten. Ein besonders schönes Entgegenkommen des Hotels war es, dass wir unsere Autos entlang der Zufahrt vor dem Schloss auf den Grünflächen parken konnten. Ein besonders schöner Eindruck und immer wieder gern genommenes Fotomotiv! Wir bezogen unsere Zimmer im ersten Stock mit Ausblick auf den Weiher. Anschließend traf man sich in der Bar, wo leider Gottes der Campari schon einmal ausgegangen war. Mit der Zeit vervollständigte sich die Gruppe. Nun ging man zum Abendessen über. Tische waren für uns eingedeckt und reserviert. Wimpel und Schild zierten den Raum. In stilvoller und geselliger Runde klang der Abend aus.
Am nächsten Morgen vor dem Frühstück fand sich eine Gruppe im Schwimmbad ein – eine Morgenroutine, die Bestand haben sollten. Neben körperlicher Ertüchtigung fand der Austausch über die unterschiedlichsten Themen statt. Nach reichhaltiger Stärkung und dem Austausch, wie man das Quartier fände, insbesondere der Ausblick auf den Teich und dem Drumherum, beschloss man das Hirschberger Tal zu erkunden. Michael schlug vor, zuerst Richtung Schloss Stonsdorf zu fahren, was besonders für die in Norderstedt Wohnenden einen klingenden Namen besitzt. Der Tross setze sich in Bewegung und fuhr an verschiedenen Schlössern vorbei. Die Tour führte durch winklige Straßen und das landschaftlich reizvolle Hirschberger Tal. Allein Möglichkeiten zum Aussteigen und Verweilen boten sich nicht. Das Wetter hielt sich. In Stonsdorf angekommen, fand dort eine Verkostung des Original Stonsdorfers statt. Einige nahmen sich ein Mitbringsel mit. Hier trennte sich dann die Gruppe. Die einen wollten weiter Schlösser und Herrenhäuser besichtigen, die anderen Richtung Schneekoppe fahren. So erkundeten einige das Schloss Lomnitz, den Palac Wojanow, usw., andere die Stabkirche in Wang und die Schneekoppe. Abends fand sich die Gruppe wieder in Schloss Wernersdorf ein und freute sich über ein schönes Mehrgänge-Menü. Da es keine feste Sitzordnung gab, gruppierten sich die Teilnehmer neu und es kam zu lebhaften Gesprächen. Da die Bar ab 22.00 Uhr geschlossen war, kamen einige in der Folgezeit auf die Idee der Hilfe zur Selbsthilfe, sodass die letzten erst deutlich nach Mitternacht den Weg in die Betten fand.
Für den Freitag schlug Michael eine Fahrt zum Geburtshaus von Ferdinand Porsche und zum Škoda Musum vor. Sprich, wir verließen Polen und fuhren in die Tschechei. Das Wetter war gut und wer offen fahren konnte, fuhr offen. Die Landschaft war zauberhaft. Man konnte Unterschiede zwischen Schlesien und Böhmen ausmachen. Die Orte und Städte vermittelten eher einen geruhsamen Eindruck. Die Straßen waren wenig frequentiert. Es ging nach Vratislavice nad Nisou (Maffersdorf), wo das Ferdinand Porsche Geburtshaus steht. Es ist ein schönes Museum unter der Leitung von Škoda. Das machte sich an der ein oder anderen Stelle bemerkbar. Das Museum war nett zurechtgemacht, die Führung informationsreich und komplex. Von dort aus fuhren wir weiter durch das südliche wunderschöne Riesengebirgevorland zum Škoda Museum neben dem Werk in Mladá Boleslav (Jungbunzlau) – eine quirlige Stadt im Schichtwechsel. Nach einigen kleineren Schwierigkeiten mit unterschiedlichen Navigationssystemen, die sicherlich auch Audi im Nachgang einige konstruktive Kritik einbringen wird, und dem zeitweiligen Verlust einiger Fahrzeuge, besuchten wir die Škoda-Ausstellung. Zuvor stärkten wir uns mit einem kleinen Imbiss. Einige Exponate der Ausstellung (der Monte Carlo) fanden sofort ihre speziellen Liebhaber. Zurück auf Schloss Wernersdorf durften wir erneut ein schönes, sehr schmackhaftes Mehrgänge-Menü genießen und in schönen PS-Gesprächen und Tageserinnerungen schwelgen. Der Abend klang mit Selbstproviantierung von Flüssigkeiten gesellig aus.
Am Samstag teilte sich die Gruppe in verschiedene kleinere Grüppchen auf, da es unterschiedliche Interessenslagen gab. Einige erkundeten erneut das Hirschberger Tal, andere fuhren nach Breslau oder Görlitz, andere wiederum erkundeten das Riesengebirge. Abends kam man wieder zu einem herrlichen Abschlussessen zusammen und tauschte die unterschiedlichen Eindrücke aus
Am Sonntag den 17.5., nach einem reichhaltigen und guten Frühstück, gestärkt für die Rückreise verabschieden sich alle herzlich. Man gab seiner Stimmung Ausdruck, dass die Tour gelungen und harmonisch verlaufen war. Man freue sich schon auf die kommende Ausfahrt in 2027, die in den Teutoburger Wald, nach Detmold, den Externsteinen und zum Hermannsdenkmal gehen soll. Nicht unerwähnt blieb der Ratschlag, noch schnell in Polen zu tanken, da dort die Spritpreise erheblich geringer ausfielen als in Deutschland.
Über die gemeinsame WhatsApp-Gruppe trudelten über den Tag die Momentaufnahmen der Rückreise und der glücklichen Ankunft zuhause ein.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Sabine und Michael für die Organisation, die wieder und wie gewohnt toll und gelungen war. Die Vorschläge und für einen nicht ganz so automobilistisch affinen Menschen ist es dann doch immer wieder spannend, wo Michael entsprechende Locations und Orte findet, an denen Automobilgeschichte erlebbar und greifbar wird.





