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SHAC-Frühlingsfahrt vom 13.5.2026 bis zum 17.5.2026 in das Hirschberger Tal

von Imke und Dr. Thomas Kriens

Die Anreise erfolgte getrennt bei durchwachsenem Wetter. Einige besuchten schon vorher Städte wie Görlitz, andere fuhren Mittwoch frühmorgens los, um gegen Nachmittag im Schloss Wernersdorf einzutreffen. Alle konnten von den Wegelagerern mit Fotoapparat berichten, die sich gut versteckt an den Autobahnen der neuen Bundesländer positioniert hatten. Ein besonders schönes Entgegenkommen des Hotels war es, dass wir unsere Autos entlang der Zufahrt vor dem Schloss auf den Grünflächen parken konnten. Ein besonders schöner Eindruck und immer wieder gern genommenes Fotomotiv! Wir bezogen unsere Zimmer im ersten Stock mit Ausblick auf den Weiher. Anschließend traf man sich in der Bar, wo leider Gottes der Campari schon einmal ausgegangen war. Mit der Zeit vervollständigte sich die Gruppe. Nun ging man zum Abendessen über. Tische waren für uns eingedeckt und reserviert. Wimpel und Schild zierten den Raum. In stilvoller und geselliger Runde klang der Abend aus.

Am nächsten Morgen vor dem Frühstück fand sich eine Gruppe im Schwimmbad ein – eine Morgenroutine, die Bestand haben sollten. Neben körperlicher Ertüchtigung fand der Austausch über die unterschiedlichsten Themen statt. Nach reichhaltiger Stärkung und dem Austausch, wie man das Quartier fände, insbesondere der Ausblick auf den Teich und dem Drumherum, beschloss man das Hirschberger Tal zu erkunden. Michael schlug vor, zuerst Richtung Schloss Stonsdorf zu fahren, was besonders für die in Norderstedt Wohnenden einen klingenden Namen besitzt.  Der Tross setze sich in Bewegung und fuhr an verschiedenen Schlössern vorbei. Die Tour führte durch winklige Straßen und das landschaftlich reizvolle Hirschberger Tal. Allein Möglichkeiten zum Aussteigen und Verweilen boten sich nicht. Das Wetter hielt sich. In Stonsdorf angekommen, fand dort eine Verkostung des Original Stonsdorfers statt. Einige nahmen sich ein Mitbringsel mit. Hier trennte sich dann die Gruppe. Die einen wollten weiter Schlösser und Herrenhäuser besichtigen, die anderen Richtung Schneekoppe fahren. So erkundeten einige das Schloss Lomnitz, den Palac Wojanow, usw., andere die Stabkirche in Wang und die Schneekoppe. Abends fand sich die Gruppe wieder in Schloss Wernersdorf ein und freute sich über ein schönes Mehrgänge-Menü. Da es keine feste Sitzordnung gab, gruppierten sich die Teilnehmer neu und es kam zu lebhaften Gesprächen. Da die Bar ab 22.00 Uhr geschlossen war, kamen einige in der Folgezeit auf die Idee der Hilfe zur Selbsthilfe, sodass die letzten erst deutlich nach Mitternacht den Weg in die Betten fand.

Für den Freitag schlug Michael eine Fahrt zum Geburtshaus von Ferdinand Porsche und zum Škoda Musum vor. Sprich, wir verließen Polen und fuhren in die Tschechei. Das Wetter war gut und wer offen fahren konnte, fuhr offen.  Die Landschaft war zauberhaft. Man konnte Unterschiede zwischen Schlesien und Böhmen ausmachen. Die Orte und Städte vermittelten eher einen geruhsamen Eindruck. Die Straßen waren wenig frequentiert. Es ging nach Vratislavice nad Nisou (Maffersdorf), wo das Ferdinand Porsche Geburtshaus steht.  Es ist ein schönes Museum unter der Leitung von Škoda. Das machte sich an der ein oder anderen Stelle bemerkbar. Das Museum war nett zurechtgemacht, die Führung informationsreich und komplex. Von dort aus fuhren wir weiter durch das südliche wunderschöne Riesengebirgevorland zum Škoda Museum neben dem Werk in Mladá Boleslav (Jungbunzlau) – eine quirlige Stadt im Schichtwechsel. Nach einigen kleineren Schwierigkeiten mit unterschiedlichen Navigationssystemen, die sicherlich auch Audi im Nachgang einige konstruktive Kritik einbringen wird, und dem zeitweiligen Verlust einiger Fahrzeuge, besuchten wir die Škoda-Ausstellung. Zuvor stärkten wir uns mit einem kleinen Imbiss. Einige Exponate der Ausstellung (der Monte Carlo) fanden sofort ihre speziellen Liebhaber. Zurück auf Schloss Wernersdorf durften wir erneut ein schönes, sehr schmackhaftes Mehrgänge-Menü genießen und in schönen PS-Gesprächen und Tageserinnerungen schwelgen. Der Abend klang mit Selbstproviantierung von Flüssigkeiten gesellig aus.

Am Samstag teilte sich die Gruppe in verschiedene kleinere Grüppchen auf, da es unterschiedliche Interessenslagen gab. Einige erkundeten erneut das Hirschberger Tal, andere fuhren nach Breslau oder Görlitz, andere wiederum erkundeten das Riesengebirge. Abends kam man wieder zu einem herrlichen Abschlussessen zusammen und tauschte die unterschiedlichen Eindrücke aus

Am Sonntag den 17.5., nach einem reichhaltigen und guten Frühstück, gestärkt für die Rückreise verabschieden sich alle herzlich. Man gab seiner Stimmung Ausdruck, dass die Tour gelungen und harmonisch verlaufen war. Man freue sich schon auf die kommende Ausfahrt in 2027, die in den Teutoburger Wald, nach Detmold, den Externsteinen und zum Hermannsdenkmal gehen soll. Nicht unerwähnt blieb der Ratschlag, noch schnell in Polen zu tanken, da dort die Spritpreise erheblich geringer ausfielen als in Deutschland.

Über die gemeinsame WhatsApp-Gruppe trudelten über den Tag die Momentaufnahmen der Rückreise und der glücklichen Ankunft zuhause ein.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Sabine und Michael für die Organisation, die wieder und wie gewohnt toll und gelungen war. Die Vorschläge und für einen nicht ganz so automobilistisch affinen Menschen ist es dann doch immer wieder spannend, wo Michael entsprechende Locations und Orte findet, an denen Automobilgeschichte erlebbar und greifbar wird.

114 Jahre S.H.A.C.

Seit 114 glanzvollen Jahren schlägt unser Herz im gleichen, unermüdlichen Rhythmus: dem Rhythmus des Automobils.

Wir stürmten ins Blaue, ganz wie die kühne Bertha Benz — mit Feuer im Blick und der Welt als unserer Straße.

An der Seite Prinz Heinrichs verwandelten wir Schleswig‑Holstein in ein Triumphfeld der Geschwindigkeit; Motoren brüllten, Räder sangen, und jede Kurve war ein Gelöbnis an die Freiheit.

Heute hetzen wir die edlen Sportwagen der fünfziger Jahre nicht mehr über Rennstrecken — wir haben das lärmende Streben gegen eine tiefere Sehnsucht getauscht: wieder hinauszufahren ins Blaue, die Freundschaft am Beifahrersitz zu feiern und in stiller Erholung neue Kraft zu schöpfen. Und mit derselben Leidenschaft, die uns einst antrieb, blicken wir nun in die Zukunft: wie die leisen, elektrischen Gefährte uns begleiten mögen auf Pfaden zu neuen Freundschaften, zu unvergänglicher Freude und zu einer Welt, die wir mit Bedacht und Begeisterung formen.

Auf 114 Jahre Liebe zum Automobil, auf Mut und Erinnerung, auf die kommenden Kilometer voller Glanz — Herzlichen Glückwunsch zum 114. Geburtstag!

Achtung beim Wechsel der Frontscheibe und bei der Nachlackierung, Folierung von Fahrzeugbereichen mit Sensoren.

Der Wechsel der Frontscheibe bei einem Automobil mit Sensoren und oder Kamerasystemen in der Frontscheibe, sollte nur in einer anerkannten Fachwerkstatt unter Nutzung der tagesaktuellen Herstellervorgaben erfolgen.

Empfehlung: Sie sollten in jedem Fall die Spur der Hinterachse vor der Scheibenmontage überprüfen lassen! Ansonsten können Sensoren und Kamerasysteme der Frontscheibe nicht optimal funktionieren!

Fahrzeugbereiche wie Stossfänger mit Sensoren dürfen nicht vollständig foliert oder einfach überlackiert werden.

Die Sensoren werden dann nicht mehr ordnungsgemäss funktionieren!

Reparaturen und oder Folierungen sollten nur von einer anerkannten Fachwerkstatt unter Nutzung der tagesaktuellen Herstellervorgaben erfolgen.

100 Jahre DEKRA (30.06.1925-2025)

Am 30. Juni 1925 wurde in Berlin der Deutsche Kraftfahrzeug-Überwachungs-Verein gegründet, kurz DEKRA. 100 Jahre DEKRA bedeuten auch: 100 Jahre Pioniergeist, Menschen und Geschichten. Die DEKRA in Kiel war stets an der Seite des S.H.A.C. Zeitweise war die Geschäftsstelle des S.H.A.C. sogar in der Kieler Niederlassung der DEKRA im Suchskrug 4 beheimatet. Auch heute noch sind die Führungskräfte der Niederlassung in Kiel Mitglieder im S.H.A.C. Wir wünschen der DEKRA in Kiel weiterhin viel Erfolg bei ihrer Aufgabe, den Verkehr ein Stück weit sicherer zu machen.

Impression 100 Jahre DEKRA, BILDER DEKRA

75 Jahre Auto Union GmbH

Der 3. September 1949 markiert den Neubeginn in der Unternehmensgeschichte der heutigen Audi AG. Mit der Gründung der Auto Union GmbH in Ingolstadt starteten die ehemaligen Sachsen in Bayern ein neues Kapitel der Unternehmensgeschichte.

Am Standort Ingolstadt wurde zunächst die modifizierte Version des Vorkriegs-motorrades DKW RT 125 als RT 125 W (WEST) und die Neuentwicklung der DKW-Schnellaster (F89L) produziert.

DKW-Schnellaster vor dem Firmensitz in Ingolstadt 1950 (Bild Audi AG)

AvD-Neuigkeiten

125 Jahre Automobilclub von Deutschland e.V. (AvD)

Vor wenigen Tagen am 31. Juli 2024 feierte der Automobilclub von Deutschland e.V. (AvD) seinen 125. Geburtstag!
Der Schleswig-Holsteinische Automobil-Club e.V. (S.H.A.C.) ist dem AvD seit 1925 eng verbunden. Bis 1933 als Kartell-Club und seit 1953 als Kooperativ-Club.

Dazu gratulieren wir den Mitgliedern und dem Präsidium des AvD sehr herzlich! Und freuen uns auf viele weitere Jahre der Zusammenarbeit.

Das S.H.A.C. Präsidium

Neuer AvD-Präsident

Im 125. Jahr seines Bestehens hat das Präsidium des AvD seinen bisherigen Generalsekretär Lutz Leif Linden zum Präsidenten ernannt.
Er übernimmt das Amt von Ludwig Fürst zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg.
Linden ist der erste hauptamtliche Präsident in der langen Geschichte des Clubs. Er bleibt gleichzeitig Geschäftsführer der AvD Wirtschaftsdienst GmbH und aller AvD Gesellschaften. Die Jahreshauptversammlung des AvD hatte am 26. Mai 2024 in Berlin die entsprechenden Satzungsänderungen beschlossen. Der dort eingeleitete Wechsel ist jetzt vollzogen.

Wir danken Fürst zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg für seine Präsidentschaft und wünschen dem neuen Präsidenten Lutz Leif Linden eine glückliche Hand bei der Führung und Entwicklung des AvD in herausfordernden Zeiten der Mobilität!

Das S.H.A.C. Präsidium

Herbstausfahrt 2023

von Dr. Thomas u. Imke Kriens

Die diesjährige Herbstausfahrt (Sport-Fahrt im Herbst) führte uns in den Norden unseres schönen Bundeslandes. Die Strecke sollte uns von Güby nach Glücksburg führen. Die elektronischen Helferlein kündigten jedoch im Vorwege an, dass es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit regnen würde. Das führte dazu, dass das ein oder andere automobilistische Schätzchen im Trockenen blieb.

Man traf sich im Gasthof „Schlei-Liesel“ in Güby. Ein paar Wolken am Himmel bei Sonnenschein – und trocken. Mit der Zeit trafen alle Teilnehmer ein. Der Raum füllte sich bis auf den letzten Platz. Leider konnte unsere Vorsitzende nicht an der Ausfahrt teilnehmen. Man begrüßte sich und führte die er­sten Gespräche. T-Shirts und Huddies fanden ihre neuen Besitzer. Bei Rührei, Speck, gebutterten Bro­ten und eingelegtem Kürbis stärkten sich die Teilnehmer. Eine gesellige und erwartungsfrohe Stimm­ung erfüllte den Raum.

Dr. Hölk führte in die Ausfahrt ein, gab Ratschläge und Hinweise für den Ablauf. Gut gestärkt und instruiert starteten wir in den Tag und zu einer sehr schönen Ausfahrt. Richtschnur neben dem hand-out stellte google-maps dar.

Zuerst ging es Richtung Süden – Owschlag und Kropp. Aufmerksam galt es die gestellten Aufgaben zu finden und zu lösen. Hier und da kreuzten wir die A7, genossen die Ausblicke auf die wunderschöne heimische Landschaft abseits hektischer Straßen.

Die erste Unterbrechung fand in Kalleby statt. Dem ein oder anderen dürfte bekannt gewesen sein, was uns hier erwartete, für einige stellte es jedoch eine Überraschung dar. Wir kehrten bei Jürgen Swoboda ein, genauer bei „Swoboda Fahrzeugkultur“. In den Ausstellungsräumen finden sich auto­mobile Schätze, in die man sich, auch wenn man diese ad hoc nicht erwerben wollte (oder konnte), setzen durfte. Es finden sich auf restaurierte Motoren, Plakate, Assesoires und vieles mehr. Neben den Ausstellungsräumen befindet sich ein Shop, der kaum einen Wunsch für das stilgerechte, auto­mobi­listische Outfit offenlässt. Nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass hier auch Kurse angeboten werden, die verschiedene Bereiche für Oldtimerliebhaber abdecken.

Weiter ging es bei Sonnenschein und stabilem Wetter durch die Halbinsel Angeln Richtung Glücks­burg, Richtung Strand, Richtung Strandrestaurant „Glückselig“. Etwas Wind kam auf. Wolkentürme ragten von der dänischen Seite her­über. Es bot sich jedoch ein toller Blick über den Strand, die Flens­burger Förde Richtung Dänemark. Hier pausierte der Tross bei Erbsensuppe mit Würstchen, verschie­de­nen Getränken und dem ein oder anderen Stück Kuchen. Gespräche wurden wieder aufgenommen oder neue geführt. Sehr schnell und kurzweilig verging die Zeit, sodass sich einige sputen mussten, rechtzeitig am Glücksburger Schloss zu sein.

Hier erwartete uns eine Führung durch die Räumlichkeiten und die Geschichte des Hauses. Sicherlich dürfte es für den ein oder anderen erstaunlich gewesen sein, dass gerade hier in Glückburg teilweise der Nabel der Adelsgeschichte Europas gewesen ist oder gewesen sein soll. Die Führung verlief kurzweilig und sehr informativ. Es wurde einem ein Kaleidoskop an Exponaten, architektonischen Gegebenheiten, geschichtlichen Fakten über die Jahrhunderte hinweg und natürlich auch adeligem Trasch über die Epochen hinweg geboten.

Gegen 16.30 Uhr endete die Führung und wir traten vor das Schloss. Nun empfingen uns die ersten Tropfen, von denen die elektronischen Helferlein den ganzen Tag gewarnt hatten.

Eine schöne Ausfahrt, für die wir uns bei den Organisatoren, Ehepaar Hölk und Bock, herzlich bedanken möchten, fand somit ein eher schnelles Ende. Trotzdem bleibt ein toller Tag in Erinnerung, geprägt von vielen schönen landschaftlichen Eindrücken, diversen beweglichen und unbeweglichen kulturhistorischen Objekten und einem aktiven und intensiven, harmonischen Vereinsleben.

Der Ausklang verbindet sich mit der Vorfreude auf die nächste Ausfahrt.