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Kostenloser Lichttest 2021

Liebe Mitglieder, Freunde und Gäste des Schleswig-Holsteinischen Automobil-Clubs,

werden Sie Teil des Lichtest 2021. Lassen Sie Ihr(e) Automobil(e) im Oktober in den Betrieben der KFZ-Innungen in Schleswig-Holstein und Hamburg kostenlos überprüfen. Mit Ihrer Teilnahme verbessern Sie die immer noch dramatisch hohe Fehlerquote bei der Fahrzeugbeleuchtung von rund einem Drittel der überprüften Fahrzeuge.

 

100 Jahre AVUS

24. September 1921 – 24. September 2021
von Michael Bremer

Es begann in der Kaiserzeit: Nach den ersten Automobilrennen in Deutschland über das damals noch für Pferdefuhrwerke gebaute öffentliche Strassennetz, kam der Wunsch nach speziellen Strassen / Strecken nur für Automobile auf. Auch die Reifenpannen und die schweren Unfälle trugen dazu bei, über alternative Strecken- und Strassenbaukonzepte nachzudenken. 1909 formierte sich die „Automobil-Verkehrs- und Übungsstraße GmbH“, aus deren Anfangsbuchstaben sich der Name „AVUS“ ableitet. Durch den Grunewald sollte eine schnurgerade Straße mit Endkurven gezogen werden, um der Automobilindustrie ein Testterrain zu schaffen. Der erste Weltkrieg verzögerte den Bau. 1921 wurde die Strecke mit Hilfe des Industriellen Hugo Stinnes fertiggestellt und bei einem Volksfest übergeben.

Die einmalige Nutzungsgebühr betrug 10 Mark, die vierteljahres Karte kostete 1.000 Mark (das würde heutigen 4 Euro bzw. 400 Euro entsprechen).

Für die feierlaunigen Berliner blieb die AVUS ein Magnet, denn von Beginn an wurden hier Rennen ausgetragen. Fahrer wie Fritz von Opel, Manfred von Brauchitsch und Rudolf Caracciola feierten grosse Triumphe und Rekorde. Die Hersteller Alfa Romeo, Auto-Union, Bugatti, Opel und Mercedes-Benz demonstrierten ihre Leistungsfähigkeit, und die AVUS wurde – auch durch die zahlreichen schweren Unfälle- zum Mythos. Das schätzten auch die Nationalsozialisten. Weniger goutierten sie die Siege ausländischer Fahrer. Doch der Rekord von vierhundert Stundenkilometern, den Hermann Lang 1937 mit dem berühmten Mercedes Silberpfeil aufstellte, wetzte die nationale Scharte aus.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verkam die AVUS kurzzeitig. Pferdefuhrwerke rumpelten darüber, amerikanische Soldaten nutzten die Südkurve als Schießplatz. Wo es früher nach Benzin gerochen hatte, roch es nach Pferdeäpfeln und Munition. Das Wirtschaftswunder brachte die Autorennen zurück. Bis zu 350.000 Zuschauer strömten aus dem grauen Alltag hierher. Die AVUS stand auch für die deutsch-deutsche Einheit: Bis zum Mauerbau kamen zahlreiche Autobegeisterte aus der DDR, die mit ihren Ostmark dennoch Zuschauerkarten lösen konnten.

Auch im Alltag war die AVUS Rennstrecke – für die Westberliner, die in ihrem Inseldasein ihren Wagen richtig ausfahren wollten. Und sie war Symbol für die Freiheit: Hinaus ging es über den Grenzübergang Dreilinden und die Transitstrecke Richtung Westdeutschland, und, zurückgekehrt nach Westberlin, wurde man nach der „Zuckelfahrt“ über DDR-Pisten von tempotauglichem Asphalt begrüßt.

Kein Wunder also, dass sich der Protest gegen eine Geschwindigkeits-begrenzung recht breit formierte. Man sprach großmundig von „sozialistischer Gleichmacherei“ und einem „Folterwerkzeug aus der Horrorkiste“. Aber die Zeichen der Zeit standen auf Ökologie. Das Tempolimit auf der AVUS kam und blieb.

Fünf Monate später fiel die Berliner Mauer und man konnte Freiheit anders „erfahren“, jedenfalls von ostdeutscher Seite. Die Straßen Westberlins waren plötzlich wieder verstopft – von stinkenden Trabbis. Sie knatterten weniger auf der AVUS als über den Ku’damm. An Raserei war weniger denn je zu denken.

Der letzte wirkliche Höhepunkt waren sicherlich die DTM-Rennen zwischen Audi, BMW und Mercedes Anfang der 90er. Die politische Meinung in Berlin änderte sich zu der Zeit weiter dramatisch gegen Rennveranstaltungen in der Stadt, das führte am Ende zur Einstellung des Rennbetriebes 1998.

Rechenfehler bei E-Autos – AvD fordert Konsequenzen

  • Experten: CO2-Emissionen von E-Autos falsch berechnet
  • E-Autos doppelt so klimaschädlich wie von Politik angenommen
  • Gesetzgeber will keine ungünstigen Berechnungen

AvD/FFM/23.06.2021. In einem Brief an die EU-Kommission weisen 171 Wissenschaftler, Ingenieure und Antriebs-Experten auf die Ansetzung falsch berechneter Werte für die Emissionen von Elektroautos hin. Sie haben in den bislang verwendeten Modellrechnungen erhebliche methodische Fehler entdeckt. Bei einer korrekten Anwendung der Gesetze der Integrations- und Differentialrechnung wären die Ergebnisse für die E-Mobilität doppelt so schlecht ausgefallen wie bislang von der EU für die definierte Strategie und Regulierung angesetzt. Damit unterscheidet sich die Kernaussage dieser „Peer Review“ grundlegend von den Studien der mitunter interessengeleiteten Verbände und Organisationen.

Vor diesem Hintergrund fordert der Automobilclub von Deutschland (AvD) eine grundlegende Neubewertung der Elektromobilität und eine grundlegende Überarbeitung der Pläne zur Mobilitätswende.

Konkret fordert Deutschlands traditionsreichster Automobilclub:

  • Das Ende der Priorisierung der Elektromobilität.
  • Strikte Technologieoffenheit: Die Politik darf nicht länger ideologiegetrieben, konventionelle und alternative Antriebe gegeneinander ausspielen, wenn sie es mit dem Klimaschutz ernst meint.
  • Ein sofortiges Ende der Verhinderungsstrategien für synthetische Kraftstoffe durch das Bundesumweltministerium.
  • Die Abkehr vom Ansatz unrealistischer Einsparungspotenziale zugunsten einer bestimmten Technologie.
  • Die konsequente Ausrichtung von Planungen und Konzepten an den tatsächlichen Emissionen.
  • Das Ende der steuerfinanzierten Kaufprämien für Elektroautos.
  • Lokale und regionale Pläne eines totalen Fahrverbots für nicht-elektrische Autos müssen fallengelassen werden.

Der AvD sieht die Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) in der Pflicht, umgehend tätig zu werden und sich dafür einzusetzen, dass die EU ihre bis dato einseitige Politik zugunsten der Elektromobilität überprüft und ändert. Wenn es Deutschland und die EU mit dem Klimaschutz ernst meinen, ist es höchste Zeit, den Begriff „Technologieoffenheit“ nicht nur aus Gründen der Political Correctness hin und wieder zu nutzen, sondern ernsthaft umzusetzen und in allen Plänen für künftige Mobilität nachhaltig zu verankern. Nur die flächendeckende Einführung synthetischer und biologischer Kraftstoffe wird zeitnah eine tatsächliche CO2-Reduktion ermöglichen. Denn die sind mit allen der derzeit weltweit 1,4 Milliarden im Einsatz befindlichen Fahrzeuge nutzbar. Die Verdammung des Verbrennungsmotors und alleinige Förderung rein elektrischer Fahrzeuge bremst den Wandel erheblich ab, da das Einsparpotenzial ausschließlich auf Neuwagen begrenzt wird.

AvD Generalsekretär Lutz Linden: „Es wäre ein Skandal, wenn der Gesetzgeber verfügt, dass `ungünstige´ Berechnungen nicht durchgeführt und als Grundlage für Entscheidungen nicht berücksichtigt werden. Damit schössen wir uns ein ideologisches Eigentor, das weite Teile der arbeitenden Bevölkerung unseres Landes auszubaden hätten und das auch den Wohlstand unserer Gesellschaft belastet. Diese Halsstarrigkeit wäre auch für den Klimaschutz dauerhaft schädlich. Aus diesem Grund gehören auch die überzogenen Kaufprämien für neue E-Autos sofort abgeschafft.“

Derzeit bezuschusst der deutsche Staat den Kauf eines Neufahrzeugs mit elektrischen Antrieb (rein batterieelektrisch, elektrisch mit Brennstoffzelle bzw. als Plug-in-Hybrid mit Diesel- oder Benzinmotor) in erheblichem Umfang. Hinzu kommt die Halbierung der sogenannten „Dienstwagensteuer“. In Modellrechnungen hat der AvD ermittelt, dass die so erzielbaren Kostenvorteile sich über die Auto-Lebensdauer auf bis zu 35.000 Euro summieren können. Vor diesem Hintergrund wundern die Zuwächse bei den Neuzulassungen für Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb wenig, zumal dieser sehr stark von gewerblichen Nachfragern getrieben ist. Allerdings ist das für die Erreichung der selbst gesetzten deutschen Klimaziele keine gute Nachricht. Und den Weg zur Klimaneutralität befährt Deutschland weiter in Gegenrichtung.

Fahrbericht Porsche Boxster 718 GTS 4.0

Dieser Tage feiert sich der „Retter der Porsche AG“ mit einem Sondermodel zu seinem 25. Geburtstag. 

Grund genug dem aktuellen Modell nach vielen Jahren mal wieder eine Chance zu geben, sich als Sportwagen zu empfehlen. Über Farben, Optionen, Felgen und die Innenausstattung lässt sich trefflich anderer Meinung sein, aber der freisaugende 4.0-Liter-Sechs-Zylinder-Boxermotor mit 400 PS und 420 Nm kombiniert mit dem Sechs-Gang-Schaltgetriebe ist des Pudelskern. 

Unser Testwagen hatte genau diese Konfiguration an Bord, plus eine Menge an Optionen, die ein Sportwagen nicht wirklich braucht, aber jeder wie er mag.

Die Geräuschkulisse erinnert schon beim Start etwas an einen GT3, die Kupplung ist hervorragend dosier bar und setzt den Boxster elegant und ohne ruckeln auch langsam in fahrt. 

Auch die folgenden Schaltwechsel sind bereits bei kaltem Triebwerk mühlelos und auf den Punkt.

Nach dem Anwärmen im Stau dienen die ersten freien Kilometer auf der Landstraße dazu, die Wirkungsweise der kleinen Helferlein auszuprobieren. Der kleine Drehknopf am Lenkrad ist quasi die Vorwahltaste für genussvolles breites Grinsen des Piloten… 

Man könnte den Porsche Boxster 718 GTS 4.0 auch jeden Tag schön ins Büro fahren, aber dieser Boxster verdient das Prädikat „Sportwagen“ und sollte auf der Landstraße ausreichend Auslauf erhalten. Die messerscharfe Lenkung erlaubt die exakte Positionierung des Boxster’s auf der Straße, vor der Kurve, in der Kurve und beim herausbeschleunigen aus der Kurve… mehr braucht es nicht und wenn man möchte auch noch offen… und im Sport-Plus-Modus gibt der Boxster sogar passend zum Gangwechsel Zwischengas…

In seinem Preissegment und in seiner Machart gibt es keine wirkliche Alternative! In etwa vergleichbare Performance u. Fahrdynamik kostet bei Porsche gleich das doppelte, aber die Mischung aus Mittelmotor, Schaltgetriebe und dem freisaugendem 4.0-Liter-Boxer ist wunderbar, ein wahrer Sportwagen!

Fazit sofort kaufen, je einfacher je besser, Spaß haben und gut pflegen…

Musthave: 4.0-Liter-Boxer, die Sportsitze mit Memory u. Sitzheizung, das Schaltgetriebe, das PASM-Sportfahrwerk, normale Michelin- oder Pirelli-Reifen und vielleicht noch die Mobiltelefon-Ladeschale… mehr braucht man nicht wirklich…  den ganzen Online-Firlefanz braucht man beim sportlichen Fahren eh nicht… 

Porsche Boxster 718 GTS 4.0 (Foto Hersteller)
Porsche Boxster 718 GTS 4.0 (Foto Hersteller)
Porsche Boxster 718 GTS 4.0 (Foto Hersteller)

109. Geburtstag des S.H.A.C.

Am 24. Februar 1912 fanden sich automobil- und technikbegeisterte Herren der Kieler Gesellschaft und der umliegenden Gutsbezirke im Hotel Germania in Kiel zusammen, um den Schleswig-Holsteinischen Automobil-Club zu gründen. Bereits im März d.J. wurde auf der ersten Mitgliederversammlung Freiherr von Weber-Rosenkrantz zum ersten Präsidenten des S.H.A.C. gewählt. Weitere Mitglieder des ersten Präsidiums waren: Konteradmiral von Lans, Direktor Claassen, Bankier Ahlmann und Dr. Jess. Das Protektorat übernahm Seine Königliche Hoheit Prinz Heinrich von Preußen. Damals gab es in Schleswig-Holstein 896 Automobile, heute gibt es rund 1,70 Millionen Automobile in Schleswig-Holstein. Das sind rund 1888 mal so viele wie in 1912.
Heute hat der S.H.A.C. fast 230 Mitglieder aus allen gesellschaftlichen Bereichen und in unterschiedlichen Altersklassen, einige wenige fahren mit der aktuellen Clubplakette an Ihrem Automobil durch Schleswig-Holstein, Deutschland und Europa. Der Nachwuchs wird u.a. mit der S.H.A.C.-Seifenkiste an den sportlich fairen Wettkampf mit Fahrzeugen aller Art herangeführt.

Herzlichen Glückwunsch zum 109. Geburtstag!

Das alte S.H.A.C.-Signet als Emailplakette montiert auf einem Lüftungsgitter.
Die bislang in ihren Läufen unbesiegte S.H.A.C.-Seifenkiste mit dem aktuellen S.H.A.C.-Signet als Aufkleber!

Umweltsünder E-Auto? (eine ARTE Dokumentation)

Diese interessante ARTE Dokumentation zum Thema E-Automobil, sollte man gesehen haben: Klicken Sie einfach auf den nachfolgenden Link.

https://www.arte.tv/de/videos/084757-000-A/umweltsuender-e-auto/

Solarpanels, Windkraftanlagen und E-Autos – Umwelttechnologien sollen helfen, die Energiewende zu beschleunigen. Doch in GreenTech stecken Metalle wie Kupfer und seltenere mineralische Rohstoffe. Förderländer in Lateinamerika und Asien zahlen für die grüne Wende einen hohen Preis – denn der Abbau von Lithium hat dramatische Folgen für Mensch und Umwelt. Investigative Reportage.Angesichts der Erderwärmung ist das Gelingen der Energiewende oberstes Gebot. Um eine Abkehr vom Kohlenstoff im Energiesektor zu erreichen, steigen viele Länder auf umweltfreundliche Technologien um; Solarpanels, Windkraftanlagen und natürlich Elektroautos stehen für saubere Mobilität und Umweltbewusstsein. Doch für die Herstellung von Elektroautos werden große Mengen an Metallen und selteneren mineralischen Rohstoffen wie Graphit, Kobalt oder Lithium benötigt. Auch in Windrädern und Solarpanels stecken Metalle und Seltene Erden. Nach der Abhängigkeit von Erdöl und Kohle begibt sich die Welt in eine Abhängigkeit von Rohstoffen, die der breiten Öffentlichkeit noch weitgehend unbekannt sind. Die investigative Reportage nimmt die ZuschauerInnnen mit auf eine Reise zur „dunklen Seite“ der Energiewende. Die Spurensuche führt vom chinesischen Norden über die Salzseen in Bolivien, die Vereinigten Staaten, Norwegen, die Schweiz und Frankreich bis in die Atacama-Wüste in Chile. Die Förderländer zahlen einen hohen Preis dafür, dass die Energiewende in Europa gelingt – denn der Abbau der begehrten Rohstoffe hat dramatische Folgen für Mensch und Umwelt. So paradox es klingt: Weil für klimaneutrale Technologien immer mehr Kohle benötigt wird, gehen die CO2-Emissionen weltweit nicht zurück. Steckt hinter der Energiewende nur ein gigantisches „Greenwashing“? Schaden saubere Energien der Umwelt letztlich mehr als die fossilen Energieträger? Zudem enthüllt die Reportage, dass westliche Regierungen und Unternehmen zahlreiche Expertenberichte über die tatsächlichen Umweltkosten grüner Technologien einfach ignorieren. Denn hinter der sauberen Energie stecken handfeste politische und wirtschaftliche Interessen. So steuert die Welt sehenden Auges auf die nächste Umweltkatastrophe zu. Und der Westen wird immer abhängiger von China als wichtigstem Produzenten mineralischer Rohstoffe und Weltmarktführer bei erneuerbaren Energien. (ARTE 2020)